Ob Google Analytics wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, mag dahin gestellt sein. Es gibt auch Alternativen.

Webseitenbesitzer wollen wissen, wer sich auf ihren Seiten tummelt. Dafür wird Google Analytics wird als das Non-Plus-Ultra angepriesen, noch dazu sei dieses Tools kostenlos.

Grundsätzlich kostenlos ist Google Analytics nicht; meistens jedenfalls. In den Geschäftsbedingungen (ja, ich weiß dass die der "normale" Webseitenbetreiber nicht liest weil er ohnehin nie eine EULA liest) steht dies:

"2.1 Vorbehaltlich einer Änderung der Bedingungen nach Klausel 14 wird der Service unentgeltlich für bis zu zehn Millionen Hits monatlich pro Account erbracht."

Gut, der normale Webseitenbetreiber wird diese Klickrate nicht erreichen und wer es tut, hat auch genug Geld, für Google Analytics Geld hinzulegen. Dann steht da aber auch noch:

"2.2 Google ist berechtigt, die Entgelte und Zahlungsbedingungen für den Service von Zeit zu Zeit zu ändern,…"

Google hat bislang schon immer gerne mal grundlegende Anpassungen gemacht, dazu gehörte z.B. dass der vielfältig genutzte Google Reader aus dem Angebot heraus genommen wurde. Eine weitere Änderung war, dass der Kartendienst Google Maps für die kommerzielle Nutzung kostenpflichtig wurde, auch Google Shopping kostet nun. Auch Youtube, ebenfalls unter dem Dach von Google ist auf dem Weg zu kostenpflichtigen Diensten - in den USA testet man bereits ein entsprechendes Angebot.


Und Google Analytics…?

Ich denke, auch da wird eine Änderung auf uns zukommen - es wird angenommen, dass es demnächst kostenpflichtig wird, eine kostenpflichtige Pro-Version gibt es ohnehin schon - betrifft aber das Gros der Webseitenbetreiber nicht, da sich diese Version nur an die ganz Großen richtet. Genaues weiss man noch nicht.

Nun ist Google Analytics für den Feld-Wald-Wiesen-Webseiten-Betreiber aber gar nicht so geeignet: Zu viele Daten, zu viele Konfigurationen. Was fängt der kleine Webseitenbetreiber mit dieser Datenfülle an…? Von den datenschutzrechtlichen Problemen will ich hier gar nicht sprechen.


Also macht es Sinn, sich um Alternativen zu bemühen:

Gerne empfehle ich stetic, ein Trackingdienst für kleines Geld, der seine Daten übersichtlich aufbereitet und auf das wesentliche reduziert ausgibt.

Dann bieten sich noch serverseitige Lösungen an, die Daten nicht nach aussen weiter geben, sondern auf die Datenbanken des Webseitenbetriebers zurück greifen: Piwik (kostenlos) und Mint (kostenpflichtig). Aber auch hier bleibt die Frage: Was fängt der Betreiber einer begrenzt großen Webpräsenz, die er vielleicht auch noch selbst erstellt hat und pflegt, mit der Datenfülle an…?

Oder anders: Die Sau wird vom Wiegen nicht fett.

Schau lieber, dass du gescheite Inhalte bietest, bevor du ein Tools benutzt, das (kostenlose) Daten liefert, mit denen du nicht wirklich etwas anfangen kannst.