„Keywords“ sind Schlüsselbegriffe. Diese Schlüsselbegriffe sollen den Inhalt einer Seite oder eines Angebotes schlagwortartig umreissen. Also meinetwegen auf der Praxiswebseite eines Heilpraktikers aus Heidelberg, der Bioresonanztherapie anbietet, wären die die Keywords: Heilpraktiker, Heidelberg, Bioresonanztherapie.

Die Erwartung ist nun, es reiche aus, Keywords an die richtigen Stellen zu setzen und die betreffende Seite wird bei Google nahezu automatisch gut positioniert.

Da gibt es beispielsweise das Keyword-Tag im Quellcode: Das wird dann gerne mal mit unzähligen Keywords vollgestopft um für alle Eventualitäten der Suchmaschinenabfrage gerüstet zu sein. Nur: Macht das Sinn?

Es mag manchen überraschen, aber Google ignoriert die Meta-Tag-Keywords seit vielen Jahren und auch Yahoo interessiert sich seit einiger Zeit nicht mehr dafür. Trotzdem hält sich hartnäckig die Meinung, Suchmaschinenoptimierung bestünde im wesentlichen darin, Meta-Keywords anzulegen. Und das dann gerne auch mal nach dem Motto „Viel hilft viel“.

Tatsächlich gibt es noch immer Suchmaschinen, die Meta-Tag-Keywords nutzen - aber wenn hierzulande 95% aller Suchanfragen über Google laufen, kann man sich ausrechnen, wie unwichtig Keywords geworden sind.

 

Zumindest im Meta-Tag-Bereich...

Schlüsselbegriffe müssen jedoch an anderen Stellen einer Webseite eingearbeitet werden. Verbreitet ist die Meinung, dass die Verwendung von Schlüsselbegriffen in der Description einer Seite unglaublich wichtig wäre und einen direkten Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking habe. Tatsache ist jedoch, dass die Meta-Description keinen direkten Einfluss auf das Ranking bei Google hat - lediglich hinsichtlich der Darstellung in den Trefferlisten kommt der Description eine Bedeutung zu. Unwichtig ist sie also nicht.

 

Viel wichtiger ist der Title-Tag:

Die Keywords, über die du gefunden werden willst, gehören nahezu zwingend in den Title-Tag. Und hier nach Möglichkeit an die erste Stelle des Titels, denn auch die Position von Keywords ist ein wichtiges Kriterium.

Dann könnte man die Keywords auch noch mit der URL verbinden. Jener Heilpraktiker von oben könnte sich beispielsweise eine Adresse wie diese zulegen: „www.heilpraktiker-bioresonztherapie-heidelberg.de“. Keywords in der URL haben durchaus einen Einfluss auf die Auffindbarkeit einer Webseite, aber man solle sich davor hüten, nun einen Automatismus zu erwarten. Der Einfluss ergibt sich vor Allem aus der Verbindung von Keyword in der URL und dem Vorkommen des Keywords im eigentlichem Seiteninhalt.

 

Der Seiteninhalt und die Keywords

Womit wir beim nächsten Punkt wären, dem Seiteninhalt. Ganz klar: Das wesentlichste Element einer guten Webseite ist der Seiteninhalt. Ohne guten Inhalt ist die Seite allenfalls Makulatur im Internet. Inhalt muss einzigartig sein, man muss sich von dem Mitbewerbern durch Inhalt unterscheiden und der Inhalt muss die wichtigsten Keywords beinhalten - aber auch hier an der richtigen Stelle.

Wichtig für den Inhalt ist die Gliederung mit Überschriften (in Form von h1, 2, etc.-Tags). Genau hier spielen Keywords eine ihrer wichtigsten Rollen. Suchmaschinen wissen, dass Überschriften den Seiteninhalt komprimiert zusammen fassen und das sollte auch als Potential genutzt werden. Auch andere Formatierungen (über "b" oder "strong"-Tags) sind zu nennen oder auch die Verwendung der Schlüsselbegriffe in li- oder em-Tags.

Keywords spielen auch eine Rolle bei der inneren Struktur einer Webseite: Eine Webseite hat eine interne Verzeichnisstruktur und wer diese nicht für die Einarbeitung von Keywords nutzt, verschenkt Potential. Die Verzeichnisordner jener Heilpraktikerseite könnte z.B. auf eine Unterseite verweisen, die im Ordner „bioresonantherapie“ liegt.

Bildauszeichungen und alt-Tags in Links sind ein guter Platz für die Keyword-Verwendung.

 

Nun die abschließende Einschränkung:

Es wäre nicht richtig, wenn du nun den Schluss ziehen würdest, du müsstest all die genannten Positionen nun mit Keywords vollstopfen. Das wird nicht funktionieren. Wichtig ist eine angemessene Keyword-Dichte und hier geht man davon aus, dass es optimal sei, wenn rund 3 - 5% des Textinhaltes durch Keywords besetzt sind.

Das Killerkriterium, um gefunden zu werden ist aber immer noch ein guter Seiteninhalt - ein Inhalt, der dem Besucher einen Mehrwert bietet und der ihn dazu veranlasst, die Seite vielleicht noch einmal aufzusuchen...

Bildquelle: morguefile | mcconnors